ATM Berlin goes Munich

22.10. – 25.10.2020

ATM Gallery Berlin

ATM sieht sich als Übersetzer und Vermittler von Kunst aus dem öffentlichen Raum und präsentiert Künstler aus dem Spannungsfeld zwischen zeitgenössischer Fotografie, Grafik, Malerei & Installation und urbaner Kunst.

Seit 2007 zeigt ATM unterschiedlichste Positionen und Facetten des Schaffens von Künstlern, deren schöpferischer Ursprung im Wesen unserer modernen Metropolen liegt.

Ziel ist es, die energiegeladenen Ausdrucksformen einer global aktiven Urban Art Szene für das öffentliche Bewusstsein transparenter zu machen.

Künstler:
Emess, Danny Gretscher, Innerfields, Josephine Kaiser, John Wentz

ATM Gallery Berlin   |   Lützowstraße 6   |   10785 Berlin

www.atmberlin.de   |   info@atmberlin.de

EMESS

Der Weg von Emess führte nicht von der Straße ins Atelier, sondern anders herum. Als er Anfang der Nuller Jahre von der Berliner Universität der Künste abging, war er fortan zwar ausgebildeter Künstler, bloß der Weg durch Galerien und Institutionen schien ihm damals sinnlos und unfruchtbar.

Zur gleichen Zeit erlebte die junge Street Art Szene ihre Blüte und vernetzte sich global. Das war der Weckruf für Emess seine Bilder in die Stadt zu tragen,
den Dialog mit der ganzen Bevölkerung suchend.

Seit fast einem Jahrzehnt dient Emess dabei der grafische Schatz handelsüblicher Banknoten als künstlerischer Fundus. In farbstarken Druck-Collagen kombiniert er Portraits internationaler Währungen mit Elementen aus Siebdruck, Schablone, Malerei und Graffiti und entspannt ein elektrisierendes Netzwerk vielschichtiger Andeutungen und Assoziationen.

1971 geboren in Münster, Westf.
1994-99 Studium Bildende Kunst, UDK Berlin
2000 Meisterschüler UDK, Prof. Wolfgang Petrick

Teil der Sammlungen Lalux Assurances Luxembourg & Sammlung Haupt, Berlin

DANNY GRETSCHER

Vor einem Gretscher zu stehen, ist zu verzaubern. Gretscher Arbeiten enthalten ein eigenes Vokabular, eine Konstellation von Symbolen, Zeichen und scheinbaren Allegorien, die eine völlig originelle Welt beschreiben, die gleichzeitig eine oft subtile, manchmal starke Brechung unserer eigenen offenbart.

Diese Sprache hat sich in den letzten zehn Jahren vielschichtig und komplexer entwickelt, aber die abstrahierten Kernfiguren sind totemistisch geblieben, mit all der Kraft, die das Bild vermittelt. Seine Farbe, seine organische Delikatesse, seine mächtigen und sanften Symbole, allesamt eine unglaubliche Geschichte, ein anhaltendes Drama.

Danny Gretscher wurde 1977 in Jena geboren und als er 1989 schließlich auswanderte, übermannte ihn die Kraft westlichen Graffitis. Nach seinem Bachelor an der Hochschulel für Grafikdesign & Kommunikation Stuttgart zog er nach Berlin und lebt und arbeitet seit 2004 zwischen Berlin und Perth, Australien.

INNERFIELDS

Innerfields sind die zwei Berliner Künstler Jakob Tory Bardou und Holger Weißflog. Aufgewachsen zwischen Leinwand und Fassade, war Graffiti ihre Schule und das Leben in der Spreemetropole ihre Inspiration. Seit 2 Jahrzehnten malen Innerfields international mehr als 20 Wandbilder pro Jahr und verändern damit stetig das Aussehen unseres Planeten.

Zentrales Thema von Innerfields ist der zwischenmenschliche Umgang miteinander in einem digitalen Zeitalter, in dem die Nutzung moderner Kommunikationsmedien teilweise krude Blüten treibt. Weltweit verarbeitet das Trio sowohl auf grossformatigen Wandmalereien als auch in filigran, realistischen Gemälden auf grobem Naturleinen Motive, die sie persönlich beschäftigen und lösen dabei die Grenze zwischen Kunst und Graffiti, zwischen Naturalismus und Surrealismus auf.

Weissflog und Bardou haben an der Kunsthochschule Weissensee Berlin Oberflächendesign studiert.

JOSEPHINE KAISER

Josephine Kaisers Arbeiten sind zarte Scherenschnitte über die Beziehung zwischen Frau und Mann. Kaiser zeigt eine lustige, aber sehr detaillierte Sicht auf diese Beziehungen und ihre Arbeit spiegelt auf humorvolle und einzigartige Weise das Zusammenspiel der beiden Geschlechter wider. In der Cutout-Serie „Frauen brauchen Abenteuer!“ zeigt Kaiser umso mehr ihren einzigartigen Blick auf das Alltagsleben aus der Sicht einer Künstlerin.

Die 1974 in Berlin geborene Josephine Kaiser absolvierte 1995 die Designschule München und arbeitet und lebt seit 2000 als Künstlerin und freiberufliche Designerin in München.

JOHN WENTZ

John Wentz ist ein zeitgenössischer Maler, dessen Werk die Erforschung von Prozess und Technik ist. Wentz arbeitet innerhalb der klassischen Sprache des Portraits, denn sein Ziel ist die Reduzierung und Vereinfachung des Bildes auf seine Kerngrundlagen: Komposition, Farbe und Position. Farbauftrag und Pinselstriche sind breit und vereinfacht, um diese Idee auf eine Weise zu verbinden und dem Betrachter zu vermitteln, wie es nur die Malerei kann.

Unter zeitgenössischen, dekonstruktiven Malern, die die Tradition des Realismus herausfordern und umgestalten, kann Wentz als Visionär in dieser sich entwickelnden Bewegung und als Autor einiger der prägnantesten und relevantesten Gemälde angesehen werden, die heute geschaffen werden.

Geboren und aufgewachsen in der San Francisco Bay Area studierte John Wentz 2006 Malerei an der Academy of Art University in San Francisco, Kalifornien. Nach jahrelanger Tätigkeit als Dozent Malerei & Bildende Kunst an der Akademie lebt und arbeitet Wentz heute in Paris, Frankreich.