sculptureNOW

09.09. – 13.09.2020

Erklärende Worte und Überlegungen zur Ausstellung

Von Josephine Kaiser

Ich vertrete meine Arbeiten und somit auch München schon lang auf Symposien, Messen und Ausstellungen im In- und Ausland und habe durch meine Reisen die Vielfalt der Kunst erfahren. Bei meinen Aktivitäten konnte ich Künstler und ihre Arbeiten entdecken und kennenlernen , die sich mit der Kleinplastik auseinandersetzen.

Durch mein nun langjähriges Schaffen als Bildhauerin ist bei mir vermehrt der Eindruck entstanden, dass der Bildhauerei anders als der Malerei immer noch etwas Verstaubtes anhaftet. Ja, Bildhauerei wird eher stiefmütterlich behandelt. So werden insgesamt weniger Skulpturen gezeigt und wenn, dann gerne in Kombination mit Malerei oder Fotografie. Um mehr Aufmerksamkeit für Skulpturen zu schaffen, habe ich in München eine Ausstellung mit Münchner*innen sowie wie in- und ausländischen Künstlern*innen kuratiert, mit dem Ziel, die Vielfalt der Plastik aufzuzeigen und einen Austausch anzuregen.

Der Termin parallel zur OPEN ART eignet sich dafür natürlich besonders. Besucher sollen einen neuen Ausblick und Einblick auf dreidimensionale Werke bekommen und auch außerhalb des Stadtkernes die Möglichkeit haben an Kunst und Kultur teilzunehmen.

TEXTE | PORTRAITS | Kurzinfo AUSTELLENDER KÜNSTLER

Johannes Brechter (München)

www.johannesbrechter.de

Johannes Brechter, geboren 1979, lebt und arbeitet in München. Von 2004 bis 2010 studierte er Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste und legte sein Diplom bei Prof. Hermann Sitz ab. Davor absolvierte er von 1996 bis 1999 eine Ausbildung zum Schilder- und Lichtreklamehersteller. In dieser Zeit begann er, Restmaterialien aus der Werbetechnik und andere Recycling-Materialien für seine Plastiken, Kollagen und Installationen zu nutzen.

Pe Hagen (Düsseldorf)

www.pehagen.com

Pe Hagen, geb. 1971, ist seit 2013 als bildender Künstler in Düsseldorf tätig. Schon während seiner Ausbildung zum Vergolder im Schwarzwald experimentierte er mit organischen und biomorphen Formen, die heute ein wesentliches Stilelement seiner Plastiken sind. Die hauptsächlich aus Gips modellierten Arbeiten erscheinen wie sinnliche Wesen, gefangen in einer eingefrorenen Bewegung, deren gedachte Fortsetzung der Interpretation des Betrachters überlassen ist. Die Plastiken wirken zugleich vertraut und fremd und laden so zum Überdenken der eigenen Wahrnehmungsmuster ein.

Alexandra Lukaschewitz (München)

www.lukaschewitz.de

Die Künstlerin und Illustratorin Alexandra Lukaschewitz kreiert Figuren und Bilder vornehmlich aus Papier. Fasziniert von allem Ungewöhnlichen und Kuriosen erschafft sie anthropomorphe Geschöpfe, die oftmals Popkultur und Naturgeschichte zitieren. Die Inspiration für ihre kreativen Expeditionen und Science-Fiction-Reisen findet sie in hauptsächlich in Antiquariaten und Museen. Ihre persönliche Wunderkammer: Dog & Pony ist eine Galerie, in der Alexandra Lukaschewitz immer wieder Ausstellungen kuratiert und präsentiert.

Josephine Kaiser (München)

www.josephinekaiser.com

Josephine Kaiser wurde 1974 in Ost-Berlin geboren. 1996 machte sie ihren Abschluss in der Städtischen Fachoberschule für Gestaltung in München. Seit 1995 arbeitet Kaiser mit farbiger Modelliermasse (Polymerton), das heißt ihre Reliefs sind nicht bemalt, sondern eine Art Intarsienarbeit. Seit 2011 erstellt sie auch „Kaiserschnitte“ (Scherenschnitte). Thema ihrer Arbeit sind Pin-ups, Erotik, Freaks und Kurioses gerne mit einem ironischen Blick verwoben. Im Laufe der Zeit war sie auf zahlreichen Messen sowie Einzel- und Gruppenausstellungen in Galerien und Kunstvereinen im In-und Ausland vertreten.

Francesco de Molafetta (Mailand/IT)

www.francescodemolfetta.info

Francesco De Molfetta alias „DEMO“ ist 1979 in Mailand geboren. Seine Arbeiten wurden seit 1999 auf allen wichtigen Kunstmessen weltweit ausgestellt, darunter das MOCA Museum mit einer Ausstellung über New Pop, das Lamborghini-Museum oder die YANG Gallery in China. Francescos Porzellanarbeiten sind vielschichtig und halten durch ihren Humor und ihre Ironie der Gesellschaft einen Spiegel vor. Dabei spielt er bewusst mit der Fragilität und der altbackenen Anmutung des Materials Porzellan, wie er selber zerbrechlich und sentimental mit Hang zur Nostalgie.

Isabel Ritter (München)

www.isabelritter.de

Nach dem Abschluss ihrer Ausbildung zur Holzbildhauerin studierte sie von 2005 bis 2011 an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg und wurde 2010 Meisterschülerin von Prof. Marko Lehanka. 2014/15 wirkte Ritter als Lehrbeauftragte für Modellieren an ihrer ehemaligen Hochschule in Nürnberg, seit 2016 führt sie ihr Atelier in München. 2010 gewann Ritter den Aichacher Kunstpreis, 2014 erhielt sie den Anerkennungspreis des Fränkischen Kunstpreises zugesprochen. Arbeiten Ritters wurden durch das Bundesamt für zentrale Dienst und öffentliche Vermögensfragen in Berlin und die Artothek Nürnberg angekauft und sind in zahlreichen privaten Sammlungen vertreten.

Jože Šubic (Maribor/SVN)

www.jozesubic.com

Jože Šubic wurde 1958 in Maribor geboren. 1984 schloss er sein Studium an der Akademie der Künste inklusive Aufbaustudium der Malerei in Ljubljana  ab. Er arbeitet in den Bereichen Malerei, Skulptur, Objektkunst, Keramik und Grafik. Šubic spielt mit den klischeehafteten Erwartungen des Betrachters, zum Beispiel zum Thema weiblichem Körper, und provoziert dabei mit Humor. Er bietet so das fragwürdige Vergnügen, sich an unbekannte Erfahrungen zu gewöhnen oder in die Unerträglichkeit getrieben zu werden. So ist dies gleichzeitig ein Spannungspunkt, den der Künstler sucht – mit ansteckendem Humor und vielfältigen Appellen an die Fantasie.

wann und wo

09.09. | 1800h – 2100h | Vernissage

10.09. | 1800h – 2100h |

11.09. | 18ooh – 2100h | anschl. Artist Dinner (Anmeldung erforderlich)

12.09. | 1100h – 2000h

13.09. | 1100h – 1800h

Kulturzentrum Thalkirchen

Fraunberg Ateliers

Fraunbergstrasse 4

81379 München l Thalkirchen

U-Bahn

U3 Thalkirchen l Tierpark

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